Belgien in der Zeit um 1770 von Tobias Conrad Lotter

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Beschreibung

Comitatus Namurcensis cum locis ... 
Tobias Conrad Lotter

Detaillierte Karte von der Grafschaft Namur in Flächenkolorierung, umgeben von dem Hennegau, Brabant und Luxemburg. Ausführlich gibt die Karte Auskunft über die Lage von Straßen, Städten und Flüssen, sowie über topographische Merkmale. Im Zentrum ist die Stadt Namur an der Einmündung der Sambre in die Maas erkennbar. Unten links befindet sich eine Legende. Die aufwendige Titelkartusche aus Roll- und Knorpelwerk und beigefügtem Meilenzeiger rechts unten nennt Tobias Conrad Lotter als Urheber, der die Karte nach seinen eigenen Forschungsarbeiten zeichnete. Die Illustration zeigt Lotter bei seinen Vermessungsarbeiten. Eine Personifikation des Überflusses mit dem Füllhorn, das Fruchtbarkeit symbolisiert, steht an der Seite eines Flussgottes. In Kombination mit dem Soldaten, der dem Land Schutz bieten soll, versinnbildlichen sie Wohlstand für die Grafschaft. Ein Engel trägt das Wappen Namurs, während er eine Fanfare bläst.  Namur gehörte zu einem Gebiet, das damals die Freigrafschaft Burgund, Holland, Luxemburg, Limburg, Brabant, die Picardie und Flandern umfasste. Bis zum Tod Karls des Kühnen in der Schlacht von Nancy 1477 war es unter burgundischer Herrschaft und ging durch die Hochzeit Marias von Burgund mit dem Erzherzog Maximilian  an das Haus Habsburg über. Der burgundische Länderkomplex zerfiel in die Oberlande und die Niederlande. 1479 fielen Burgund und die Picardie in der Schlacht bei Guinegate Frankreich zu. Die habsburgischen Gebiete gelangten 1556, mit der Abdankung Kaiser Karls V., in den Besitz der spanischen Linie.                                                                                                                                 

Während des Achtzigjährigen Krieges (1568-1648) spaltete sich der Norden als unabhängige, protestantische „Republik der Vereinigten Niederlande“ ab, der katholische Süden, inklusive Belgiens und des hier abgebildeten Namurs, blieb unter der Herrschaft des spanischen Zweigs der Habsburger. 1692 eroberte Frankreich die Stadt Namur und baute die dortige Zitadelle aus. Drei Jahre später eroberten die unabhängigen Niederländer die Stadt, die sie jedoch 1709 an die Habsburger übergeben mussten. Die Zitadelle blieb paradoxerweise im Besitz der Niederländer. Während des Wiener Kongresses 1815 wurde Namur den Niederlanden zugesprochen und 1830 im Zuge der belgischen Revolution schließlich Teil des unabhängigen Königreichs Belgien.

kolorierter Kupferstich
Bildmaß: 57,5 x 48,8 cm (Höhe x Breite)

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