Elbkarte um das Jahr 1710 von Johann Himmerich und Petrus Schenk

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Beschreibung

Eine Accurate charte v. d. Elbe-Strohm.
Johann Himmerich und Petrus Schenk

Diese seltene Elbkarte zeigt die Unterelbe von Geesthacht bis zur Mündung in die Nordsee, gegliedert in zwei Teile um den gesamten Verlauf auf einem einzigen Blatt darzustellen. Entsprechend der genordeten Ausrichtung der Karte befindet sich der nördlich gelegene Flusslauf auf der unteren Bildhälfte.
Die Strömungsrichtung der Elbe ist durch Pfeile angezeigt. Segelschiffe unter niederländischer Flagge umsegeln die mit Baken und Tonnen gekennzeichneten Untiefen, doch eines der Schiffe ist vor der Küste von Ritzebüttel auf Grund gelaufen. Das Festland ist detailreich mit kleinteiliger Architektur wie Windmühlen und Kirchtürmen ausgestaltet und die Bodenbeschaffenheit durch die Einzeichnung von Feldern, Wiesen und Hügeln definiert. Baumgruppen und Straßen ergänzen die illustre Darstellung.
Bemerkenswert ist die Wiedergabe Hamburgs als rot kolorierter Grundriss, der neben Häuserblocks und Straßen auch ein Segelboot auf der Binnenalster erkennen lässt. Nach Osten wurde die Stadt bereits erweitert, die übrigen umliegenden Gebiete wie Eppendorf und Harvesthude warten noch auf ihre Eingemeindung im 19. und 20. Jahrhundert. Schön ist die Trennung zwischen Hamburg und Altona zu erkennen. Schenkt man einer mündlichen Tradition Glauben, soll der Ursprung Altonas in einer Rotbierkneipe liegen, in deren Umgebung Fischer und andere einfachen Arbeiter angesiedelten hatten, was vom Hamburger Rat als „all to nah“ (allzu nah) an der Stadtgrenze empfunden wurde. Die Reeperbahn, die sich außerhalb der Hamburger Stadtbefestigung befand, wurde zum Aufenthaltsort von Menschen und Gewerbe, die in beiden Städten unerwünscht waren.
Die obere Hälfte birgt in der linken unteren Ecke die Titelkartusche in Form eines Sockels, die neben der Herstellerangaben auch ein Privileg enthält. Der Schriftzug, der Petrus Schenk Junior nennt, wurde bei der Neuauflage dieses Stiches durch eben diesen hinzugefügt. Daneben befindet sich ein Meilenzeiger.
Die Elbmündung auf der unteren Hälfte ist figürlich mit einer Allegorie rund um den wirtschaftlichen Wohlstand, den die Elbe mit sich bringt, dekoriert. Gezeigt werden Merkur, der Schutzgott des Handels, traditionell mit geflügeltem Helm und Geldbeutel, und eine Dame mit Merkurstab und einem Füllhorn, dem Symbol für Fruchtbarkeit, Reichtum und Überfluss. Der Sockel, an dem sie lehnt, ist mit dem doppelköpfigen Reichsadler und dem Hamburgwappen versehen. Handelsgüter übersäen den Boden. Im Hintergrund befahren Segelschiffe den Fluss.

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