Beschreibung
A Devotee consulting the Sticks of Fate
Diese wundervolle Genreszene stammt aus dem Jahr 1858. Ihr Autor ist der bekannte englische Künstler Thomas Allom (1804–1872). Ursprünglich erschien die Darstellung in der Publikation „China Illustrated“ (London 1845–47).
Der Stich zeigt ein chinesisches Orakel bzw. eine Weissagung, die mithilfe von kleinen Stäbchen geschieht („Chien Tung“). Vollzogen wurde dieses Ritual zumeist in Tempeln – dies geschieht auch heute noch. Die hier dargestellte Szene ist eine wundervoll kontrastreiche Komposition zwischen der dynamischen Bewegung des Ratsuchenden und der ruhenden Pose des sitzenden Mannes. Wunderschön ist auch die Erscheinung der geisterhaften Wesen, die trotz ihrer scheinbaren Durchsichtigkeit einen tiefen Schatten an die Wand werfen.
Alloms Publikation spiegelt das wachsende Interesse Großbritanniens an China in der Folge der sogenannten „Opium-Kriege“ (1839–1842, 1856–1860). Nach Beendigung der Konflikte dehnten die europäischen Mächte ihren Einfluss in Asien sukzessive aus.
kolorierter Stahlstich
Bildmaß: 12,5 x 18,7 cm (Höhe x Breite)