Canal du Midi - Bikeline Radtourenbuch

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Beschreibung

Entlang des Weltkulturerbes von Toulouse ans Mittelmeer - Mit Canal de la Robine
Esterbauer Verlag
Bikeline Radtourenbuch
1:50000
140 Seiten
Länge: 366 km
Stadtpläne, Übernachtungsverzeichnis, Höhenprofil, Spiralbindung
978-3-85000-844-0
3. Auflage 2020
Preis: € 14,90

Canal du Midi

Der 280 Kilometer lange Canal du Midi (Kanal des Südens) verbindet die südfranzösische Stadt Toulouse mit dem Mittelmeer bei Sète. In seinem Verlauf durchquert der Kanal die Regionen Midi-Pyrénées und Languedoc-Roussillion mit den Départements Haute-Garonne, Aude und Hérault. Die hier beschriebene Route verläuft direkt am Ufer des Kanals auf den ehemaligen Treidelpfaden und führt Sie durch die wunderbare südfranzösische Landschaft, am Wegesrand oder in naher Entfernung liegen idyllische Dörfer und historische Städte wie Castelnaudary, Béziers oder Agde. Der Höhepunkt ist zweifelsohne die schöne Stadt Carcassonne mit dem imponierenden UNESCO-Weltkulturerbe Cité de Carcassonne, eines der beliebtesten Reiseziele Frankreichs.

Der Bau des Kanals

Nicht nur die Cité de Carasssonne, auch der Canal du Midi besitzt den Status eines UNESCO-Weltkulturerbes. Das weltweit einzigartige Bauwerk wurde im 17. Jahrhundert erschaffen, der Kopf hinter dieser Pionierleistung der Kanalbaukunst war Pierre-Paul Riquet (1609-1680). Das Ziel des Baus war es, einen schiffbaren Handelsweg von der Mittelmeerküste bis zum Atlantik zu schaffen. Überlegungen und Ideen dafür gab es bereits seit der Antike, aber erst Riquet schuf einen Plan, der zum Erfolg führte. Er sammelte das Wasser der Bäche der Montagne Noir im Bassin de Saint-Ferréol und leitete es von dort bis zur Wasserscheide an der Seuil de Naurouze, wo es in Richtung Toulouse und Mittelmeer verteilt wird. Von 1667 bis 1681 waren 12.000 Arbeiter mit dem Bau des Kanals beschäftigt und errichteten dabei 328 Bauwerke, darunter Meisterleistungen wie den Tunnel von Malpas, die Schleusentreppe von Fonserannes oder das Überlaufwehr am Fluss Argent-Double. Zur Schaffung des Kanalbettes mussten sieben Millionen Kubiktonnen Erde und Gestein ausgehoben werden, zahlreiche Schleusen helfen bei der Überwindung der insgesamt 194 Höhenmeter. In Toulouse erfolgte die weitere Fahrt Richtung Atlantik über den Fluss Garonne, ehe 1856 der Canal latéral à la Garonne diese schwierige Passage ersetzte. Aufgrund der technischen Hochleistung der damaligen Zeit wurde der Canal du Midi 1996 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen und zählt heute zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Frankreichs.

Streckencharakteristik

Länge

Die Gesamtlänge des Hauptradweges beträgt rund 280 Kilometer, die Variante entlang des Canal de la Robine ist 42 Kilometer lang. Weitere Varianten und Ausflüge haben eine Länge von etwa 208 Kilometern.

Wegequalität & Verkehr

Der Radweg am Canal du Midi ist noch nicht durchgängig ausgebaut. Je nach Kommune befindet sich die Strecke in gutem oder weniger gutem Zustand. Gut ausgebaute Radwege gibt es von Toulouse bis Port Lauragais, von Carcassonne bis Marseillette (geschottert), von Béziers bis Portiragnes Plage und von Marseillan Plage nach Sète. Der Abschnitt am Canal de la Robine von Narbonne bis Port-la-Nouvelle (geschottert) bzw. Saint-Pierre-la-Mer ist ebenfalls gut zu befahren. Auf den restlichen Abschnitten führt der Radweg größtenteils auf den verkehrsfreien Wegen entlang des Kanals, die Treidelpfade können hier stellenweise sehr holprig und schmal sein. Für die schlecht befahrbaren Abschnitte werden in diesem Buch fast immer Alternativstrecken auf ruhigen Nebenstraßen vorgeschlagen. Nur selten muss dabei auch auf stärker befahrene Straßen ausgewichen werden.

Beschilderung

Die Strecke am Canal du Midi ist noch nicht einheitlich und durchgehend beschildert. Generell gilt die Faustregel: dort wo der Radweg in gutem Zustand ist, gibt es auch eine Beschilderung. An allen anderen Stellen sollten Sie genau auf die Routenbeschreibung und auf die Karten achten, besonders wenn der Kanal verlassen wird.

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