Griechenland und Kleinasien im Jahr 1545

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Beschreibung

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Sebastian Münster

Diese sehr frühe von Griechenland und der Ägäis geht zurück auf den Basler Humanisten Sebastian Münster (1488–1552). Das Blatt war ursprünglich Teil einer deutschsprachigen Ausgabe der Universalenzyklopädie „Cosmographia“, einer der erfolgreichsten Publikationen der nordalpinen Renaissance.

Das Kartenbild reicht von der Walachei im Norden bis nach Kreta im Süden. Von Ost nach West erstreckt sich die Darstellung von der Ägäis bis zur antiken Provinz Galatien in Anatolien. Bestimmend für die Komposition ist die Topografie von Bergketten und Flüssen, die Münster teilweise sehr schematisch zeigt.

Als Referenzwerk diente wahrscheinlich eine Karte des griechischen Gelehrten Nikolaos Sophianos (um 1555–1551). Der auf Korfu geborene Humanist lebte lange Zeit in Rom und Venedig und entwarf dort eine sehr einflussreiche Karte zu Griechenland („Totius Graeciae Descriptio“). Diese Karte zunächst in Rom (1540) und dann auch in Basel (1544) gedruckt, wo Sebastian Münster als Universitätsprofessor wirkte.

Auffällig ist, dass Münster zahlreiche Orte bezeichnet, die auf die Bedeutung der Landschaft in der europäischen Antike verweisen. Tatsächlich wirkt es fast so, als wollte er den antiken griechischen Kulturkreis kartieren, indem er einen Bildausschnitt wählte, der weit in die heutige Türkei reicht. Diese bewusste Rückbindung an die europäische Tradition macht das sehr klar gestaltete Kartenbild zu einem beredten Zeugnis der nordalpinen Renaissance, in der antikes Wissen angeeignet und in die Neuzeit überführt wurde. 

handkolorierter Holzschnitt
Bildmaß: 25,4 x 34,2 cm (Höhe x Breite)

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