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Beschreibung

Carte géographique du Comté de Lippe, diviseé en ses differens Baillages
Tobias Conrad Lotter

Diese elegant gestochene Karte der Grafschaft Lippe geht zurück auf den bekannten Verleger Tobias Conrad Lotter (1717–1777). Das Blatt ist sehr selten.

Das Kartenbild erstreckt sich von der Weser im Norden bis nach Paderborn im Süden. Im Zentrum der Darstellung liegen Detmold, Blomberg und Lemgo. Auffällig ist die sehr großzügige Gestaltung: es sind zwar viele Ortschaften und einige Waldungen eingezeichnet, aber insgesamt wirkt die Darstellung eher reduziert, da sie kaum topografische Marker setzt. Historisch bemerkenswert ist die Darstellung der einzelnen Territorien, welche die Grafschaft Lippe vereint.

Das Kartenbild besitzt eine interessante Veröffentlichungsgeschichte, denn sein Ursprung lag in einer Vermessungskampagne, die 1751 begonnen hatte – und bei der auf die Vermessungen von Fluren verzichtet wurde. Verantwortlich war Johann Rudolf Heimburg (c. 1702–1778), und seine Kampagne mündete 1758 in einer Manuskriptkarte („Die Graffschaft Lippe in ihren richtigen Grentzen, Eintheilung der Aemter und Vogteyen, Städten, Dörfern, Flüssen, Wäldern, angrentzenden Nachbarn). Das handgezeichnete Blatt wurde im Pariser Verlag Jaillot als Kupferstich nachgedruckt und zeigte die einzelnen Verwaltungsbezirke (1761). Die in Paris gedruckte Karte diente wiederum dem vorliegenden Blatt als Vorlage – insofern handelt es sich um die dritte akkurate Karte der Grafschaft.

handkolorierter Kupferstich
Bildgröße: 49 x 58,5 cm

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