Beschreibung
Abruzzo et Terra di Lavoro
Gerard Mercator
Diese wundervolle Karte von Zentralitalien geht zurück auf Gerard Mercator (1512–1594), eine der Gründerfiguren der modernen Kartografie. Das Blatt war ursprünglich Teil einer der beiden ersten, in Duisburg erschienenen Auflagen jenes Kartenwerks, das als erstes den Titel „Atlas“ führte (Atlas sive cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura). Erkennbar ist dies an der Inhaltangabe auf der Rückseite: Ihr Layout entspricht nicht den späteren, von Iodocus Hondius erarbeiteten Neuauflagen des Atlasses.
Womöglich könnte die Karte auch Teil des Kartenwerks „Atlantis Pars Altera“ gewesen sein, der 1595 ebenfalls in Duisburg erschien. Das Kartenwerk wurde in sechs Teilen veröffentlicht; der Teil aus dem die Karte stammt, trug den Titel „Italia, Sclavoniae et Graeciae tabula geographicae“.
Das Kartenbild beginnt im Norden südlich von Rom in der Region Latium mit der Stadt Fondi. Entlang der Küste liegen Neapel, Ischia, Capri, Salerno und Agropoli. An der Ostküste sind Pescara und der Lago die Varano zu erkennen. Zentral ziehen ziehen sich die Ausläufer des Apennin durch die Bildfläche. Bestimmend für die Komposition sind die vielen Flussläufe, die sich durch Landschaft schlängeln.
handkolorierter Kupferstich
Bildmaß: 35 x 48,3 cm (Höhe x Breite)

