Beschreibung
Landtcarte von Eyderstede Everschop und Uthholm
Johannes Mejer
Diese wunderschöne Karte von Eiderstedt geht zurück auf den Husumer Gelehrten Johannes Mejer (1606–1674). Die Zeichnung entstand 1648. Ursprünglich war das Blatt Teil des berühmten Atlasses „ Neue Landesbeschreibung der zwei Herzogtümer Schleswig und Holstein“, dem ersten Regionalatlas von Deutschland. Veröffentlicht wurde der Atlas im Jahr 1652.
Das Kartenbild reicht von Husum im Norden bis zum Eiderlauf im Süden. Die Zeichnun ist so genau, dass sich zahlreiche Deiche, Straßen und sogar Mühlen erkennen lassen. Im Mittelpunkt der Darstellung liegt die Stadt Garding. Wunderschön gezeichnet ist auch das Wattenmeer, in dessen Prilen majestätische Schiffe segeln. Historisch bedeutend ist, dass die einzelnen Köge auch namentlich bezeichnet sind.
Die Halbinsel Eiderstedt in Nordfriesland entstand ab dem Jahr 1200 durch mehrere Eindeichungen und den Zusammenschluss zweier eigenständiger Inseln mit der Halbinsel Utholm und dem Gebiet um Westerheversand. Da die Region immer wieder Sturmfluten ausgesetzt war, bestand dort lange eine Art Selbstverwaltung. So sollte der Schutz der Deiche und die Gewinnung von Land möglichst effizient organisiert werden. Im 16. Jahrhundert siedelten sich dann infolge der Glaubenskriege in den Niederlanden zahlreiche Reformierte auf Eiderstedt an und etablierten die Milchwirtschaft und Käseproduktion.
handkolorierter Kupferstich
Bildmaß: 42 x 61 cm (Höhe x Breite)