Sylt und Nordfriesland in den Jahren 1240 & 1651

Keine Bewertungen

Preis:
Sonderpreis€1.250,00

inkl. MwSt. Versandkosten werden im Checkout berechnet.

Lagerbestand:
Auf Lager

Beschreibung

Landcarte von dem Nortfrieslande. Anno 1651 - Landcarte von dem alten Nortfrieslande. Anno 1240
Johannes Mejer

Diese faszinierende Karte der nordfriesischen Küste geht zurück auf den Husumer Mathematiker Johannes Mejer (1606–1674). Gezeichnet wurde ide Karte im Jahr 1651. Gedruckt wurde die darstellung im berühmten Atlas „Neue Landesbeschreibung der zwei Herzogtümer Schleswig und Holstein“, dem ersten Regionalatlas von Deutschland. Veröffentlicht wurde der Atlas im Jahr 1652.

Auf der Atlasseite sind zwei Karten dargestellt, die Nordfriesland in unterschiedlichen Jahren zeigen: Links ist der Zustand im Jahr 1651 zu sehen, rechts der Zustand im Jahr 1240. Die Gegenüberstellung soll verdeutlichen, wie sich die Küstenregion durch Sturmfluten und Eindeichungen (samt den sogenannten „Koogen“) verändert hat.

In der Kartografie des 17. Jahrhunderts sind der bewusste Blick in die Vergangenheit und der Versuch, die topografische Veränderung von Landstrichen detailliert zu rekonstruieren, einzigartig. Erklärbar ist dies womöglich damit, dass der Autor der Karte, Johnnes Mejer, mehrere verheerende Sturmfluten und deren weitreichende Folgen für die Küstenregionen miterlebt hat. So ereignete sich im Jahr 1651 – jenem Jahr, auf das die linke Darstellung datiert ist – die sogenannte „Petriflut“, welche die friesische Küste von Amsterdam bis Sylt verwüstete und Inseln teilte (wobei es sich bei der „Petriflut“ um zwei einzelne Sturmfluten handelte, die sich am 22. Februar sowie am 4. und 5. März ereignet hatten). Folgt man Mejers Beobachtungen, dann handelte es sich bei Inseln Sylt oder Pellworm ursprünglich um Festland, das durch Fluten abgespalten wurde; und das Watt wäre damit eine überspülte Landmasse, die ebenfalls zum Festland gehört hatte. Ebenfalls sehr bemerkenswert sind Mejers historische Rekonstruktionen älterer Kirchenspiele und Siedlungen.

In der Gesamtschau zeigen die Karten von Johannes Mejer auf herausragende Weise eine Welt, die sich in einem beständigen Wandel befindet – und dieser Wandel ist wiederum auch durch die Natur mit. Im buchstäblichen Sinne handelt es sich also um eine frühe „natur-geschichtliche“ Darstellung von Schleswig und Holstein.

handkolorierter Kupferstich
Bildmaß: 39,4 x 56,5 cm

Das könnte Sie auch interessieren

Zuletzt angesehen