{"product_id":"turkei-im-jahr-1542","title":"Türkei im Jahr 1542","description":"\u003cp\u003e\u003cem\u003e\u003cstrong\u003eTabvla Asiae I\u003c\/strong\u003e\u003c\/em\u003e\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eSebastian Münster\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDiese wunderschön kolorierte Karte der heutigen Türkei geht zurück auf den Basler Humanisten Sebastian Münster (1488–1552). Ursprünglich war das Blatt Teil einer von Münster besorgten Neuedition des Handbuchs „Geographiae“, deren ursprünglicher Verfasser der antike Gelehrte Klaudios Ptolemaios (ca. 100–160) gewesen war. Es handelt sich also um eine sehr frühe Darstellung von Kleinasien.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDas Kartenbild zeigt Kleinasien zwischen dem Schwarzen Meer, der Ägäis und dem Mittelmeer mit Zypern. Durch den Bezug zur antiken Vorlage werden historische Territorialbezeichnungen verwendet, wie „Bithynia“, „Galatia“ oder „Capadocia“. Um diese Bezeichnungen verständlich zu machen, ergänzte Münster ein Glossar, das antike und moderne Ortsnamen nennt („Mutationes nominum“). Ein zweites Schriftfeld ordnet einzelne Städte ihren jeweiligen Regionen zu. So schlägt Münster eine Brücke zwischen der Antike und seiner eigenen Gegenwart.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eEine wichtige Besonderheit dieser frühen Ausgabe ist die einstige Titelseite der Karte, die sehr fein gearbeitete Holzschnitt-Ornamente aufweist. Wahrscheinlicht gehen die Entwürfe auf den berühmten Künstler Hans Holbein den Jüngeren (c. 1497–1543) zurück, einen der wichtigsten Vertreter der nordalpinen Renaissance.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDas von Münster edierte Handbuch der „Geographia“ zählt zu den Gründungswerken der modernen Kartografie. Die erste Auflage erschien im Jahr 1540 in Basel, und Münster etablierte mit ihr eine Systematik, die bis heute Usus ist: Er war der Erste, der einen Weltatlas mit einer Weltkarte und Kontinentalkarten ausstattete – es handelte sich also um das erste Kartenwerk mit vollständigen Darstellungen der damals bekannten Kontinente Europa, Afrika, Asien und Amerika. Und diese Neuerung war dann auch wegweisend für die Anlage der ersten modernen Atlanten, die ab 1570 erschienen. Zugleich war Münster der Erste, der konsequent mit einem Gradsystem arbeitete, das in Minuten und Sekunden differenziert war – so, wie es noch heute üblich ist. Münsters Handbuch erschien in mehreren Auflagen (1540, 1542, 1545, 1552), wobei er jeweils die antiken Karten von Ptolemaios um eigene, moderne Karten ergänzte. Die Auflage von 1552 umfasste deshalb 27 ptolemäischen Karten (Weltkarte, 10 Europakarten, 4 Afrikakarten, 12 Asienkarten) und 27 moderne Karten (Weltkarte, 22 Europakarten, 2 Asienkarten, 1 Afrikakarte und 1 Amerikakarte). \u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003ehandkolorierter Holzschnitt\u003cbr\u003eBildmaß: 25 x 33,5 cm (Höhe x Breite)\u003c\/p\u003e","brand":"Dr. Götze Land \u0026 Karte","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":58237026795851,"sku":"6924","price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0663\/8685\/4171\/files\/6924.jpg?v=1787561250","url":"https:\/\/landundkarte.de\/products\/turkei-im-jahr-1542","provider":"Dr. Götze Land \u0026 Karte","version":"1.0","type":"link"}